Kurzarbeitsgeld für Betroffene der Waldhof-Havarie

  • Von Axel Götze-Rohen
  • 21.03.2011
  • Politik
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Während Bundesverkehrsminister Ramsauer komplett desinteressiert war und Landespolitiker bei der Havarie des Säuretankers Waldhof als Gäste berufsmäßige Betroffenheit zeigten, hat der holländische Arbeits- und Sozialminister Kamp zumindest eine kleine Entschädigung angeboten.

Für Minister Kamp war die Havarie der Waldhof ein „außergewöhnlicher und unvorhersehbarer Vorfall, der nicht zu den normalen Unternehmerrisiken gezählt werden kann“. Aus diesem Grunde sprach er 35 betroffenen Unternehmen für insgesamt 163 Mitarbeiter Kurzarbeitergeld zu.

Während das Centraal Bureau voor de Rijn- en Binnenvaart von einen positiven Signal sprach, zeigte sich das Kantoor Binnenvaart enttäuscht. Was das KB vor allem ärgert: Während der havariebedingten Sperre hatte das Ministerium Hilfe für die Unternehmen konsequent abgelehnt. Darauf hin hatten viele Binnenschiffer erst gar keine Anträge auf Kurzarbeitergeld gestellt. Der Minister hatte dann rückwirkend doch Hilfen zugesagt – zu spät für die Unternehmen, die keine Anträge gestellt hatten. Denn rückwirkend können diese nicht mehr gestellt werden. CBRB und Kantor Binnenvaart haben vereinbart, den wirtschaftlichen Schaden durch die Havarie zu bilanzieren und sich für Vergütungen dieser Schäden einzusetzen. Davon können deutsche Binnenschiffer wohl nur träumen.

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