Das EuRIS-Portal hat eine Rundum-Erneuerung erfahren. Wie die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) am 11. Dezember mitteilte, basiert das Redesign auf einer umfassenden Befragung. Nun soll das europäische Informationsportal für die Binnenschifffahrt besser auf die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer zugeschnitten sein.
Wesentliche Verbesserungen betreffen Struktur und Design, die sich besser für Mobilgeräte eignen sollen. Dank kartenbasiertem Ansatz und auswählbarer Informationsebenen ist die Ansicht personalisierbar. Auf technischer Seite wurden etwa Cybersicherheitsmaßnahmen berücksichtigt und Schnittstellen (APIs) aktualisiert. EuRIS wurde 2022 gestartet. Die Abkürzung steht für „European River Information Services“.
Umfassende Nutzereinbindung
An der 2024 durchgeführten Umfrage nahmen 769 Nutzerinnen und Nutzer teil. Sie bewerteten das Portal grundsätzlich positiv, reichten jedoch auch zahlreiche Verbesserungen ein, die bei der Erneuerung umgesetzt wurden. Weitere geplante Features sind Single-Sign-On-Funktionen (SSO), erweiterte Suchfunktionen und Diagramme, ein Tag-/Nachtmodus, Informationen zu Versorgungseinrichtungen wie Landstrom und Wasser, sowie eine geografische Erweiterung des Verkehrsnetzes. Die Verbesserung der Datenqualität bleibt ein fortlaufender Schwerpunkt.
Nutzende des Portals können jederzeit auf Echtzeitinformationen zugreifen und Einblick in aktuelle Verkehrssituationen und Fahrtrouten einschließlich Wartezeiten, Vorfällen oder Störungen erhalten. Fast alle Informationen sind öffentlich zugänglich. Mit Benutzerkonto können allerdings auch personalisierbare Daten mit anderen Nutzenden geteilt werden. So zum Beispiel die voraussichtliche Ankunftszeiten (ETA) eines Schiffes. Die Anzahl der registrierten Konten betrug Mitte Dezember 6.500 bei steigender Tendenz.
Über Schnittstellen (APIs) können kommerzielle Anbieter Daten von EuRIS abrufen und in ihren eigenen Anwendungen teilen oder visualisieren. Täglich erhält EuRIS über 4 Millionen Datenanfragen zu diesem Zweck. Dank geschützter Bereiche und umfangreichem Datenschutz bleibt die Privatsphäre aller Nutzenden gewährleistet.
Hintergrund:
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