Die Kältewelle in diesem Winter ist nicht ohne Spuren an der Logistikbranche vorüber gegangen. Auch in den großen Nordseehäfen verlangsamte sich der Hafenbetrieb deutlich oder kam punktuell zum Erliegen. Eisige Temperaturen beeinträchtigten die Leistungsfähigkeit von Umschlaggeräten und schufen teils gefährliche Bedingungen für Bord- und Hafenpersonal.
Die Auswirkungen auf den Hinterlandverkehr waren konkret: längere Umschlagzeiten für Lkw, geringere Containerumschlagraten und längere Verweilzeiten für Import- und Exportgüter. Container, die normalerweise innerhalb weniger Stunden die Terminals verlassen, blieben mehrere Tage lang auf den Lagerplätzen stehen. In dieser Situation wagt der litauische Logistikdienstleister Girteka einen Blick über den Tellerrand und weist auf die im Oktober 2025 veröffentlichten Langzeitbeobachtungen der Europäischen Union hin.
Demnach verursachten Wetter- und klimabedingte Extreme in den EU-27-Staaten zwischen 1980 und 2024 wirtschaftliche Verluste in Höhe von schätzungsweise 822 Milliarden Euro. Davon entfielen über 208 Milliarden Euro auf die Jahre 2021 bis 2024. Das ist rund ein Viertel der Gesamtsumme. Da sich Wetter- und Klimaextreme voraussichtlich weiter verstärken werden, dürften auch die damit verbundenen wirtschaftlichen Verluste weiter zunehmen, schreibt die Europäische Umweltagentur.
Auch die Ladung leidet
Auch wenn frostige Temperaturen auf den Straßengüterverkehr die größten Auswirkungen haben mögen: Containerisierte Ladung ist an Bord eines Binnenschiffes ähnlichen Bedingungen ausgesetzt. Eine Aufstellung von Girteka zeigt, welche das sein können.
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