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Umfrage: Klimawandel-Anpassung und Sportboot-Führerscheinpflicht

Autor: Christian Grohmann       Datum: 26.08.2011
In Zukunft kein Wasser mehr im Bach? Symbolbild: Grohmann

Egal ob natürliches Phänomen oder von Menschen verursacht: Viele rechnen mit mehr oder weniger starken Auswirkungen des Klimawandels auf die europäische Binnenschifffahrt. Während sich etwa die Schweiz bereits mit Anpassungsmaßnahmen befasst, wollten wir wissen, wo die Bonapart-Leser stehen.

Bis einschließlich dem 24. August gaben zwölf Prozent der Umfrageteilnehmer an, bereits Anpassungsmaßnahmen umgesetzt zu haben. Dazu zählen auf Seiten der Schiffstechnik etwa Leichtbau, auf Seiten der Logistik zum Beispiel alternative Verbindungen. Acht Prozent haben demnach bereits Konzepte in der Schublade liegen, weitere vier Prozent arbeiten gerade daran. In naher Zukunft wollen sich zwölf Prozent ebenfalls mit dem Thema beschäftigen, 15 Prozent warten lieber erst einmal ab.

Auf der anderen Seite halten 27 Prozent den Klimawandel für nicht existent. Weitere vier Prozent sehen keine wirtschaftliche Notwendigkeit für Anpassungsmaßnahmen. Und immerhin 19 Prozent der Umfrageteilnehmer zeigten sich von keiner der bereitgestellten Optionen überzeugt.

Nächste Umfrage: Sportboot-Führerscheinpflicht

Die aktuelle Umfrage dreht sich wieder um die Sicherheit auf dem Wasser. Medienberichten zufolge planen CDU und FDP im Bundestag, die Führerscheinpflicht für Sportboote zu lockern. Für Sportboote, die nicht länger als 15 Meter und nicht schneller als 20 Kilometer pro Stunde sind, soll künftig die Führerscheinprüfung entfallen, berichten etwa die Lübecker Nachrichten (LN). Auch in der Motoryacht-Fachpresse wird diskutiert.

„Deutschland hat die strengsten Führerscheinpflichten für die Sportbootschifffahrt in Europa", sagte dazu Torsten Staffeldt gegenüber der den LN. Die seit 2004 geltende Führerscheinfreiheit auf einigen Binnenrevieren habe dem Bremer FDP-Bundestagsabgeordneten zufolge nicht zu Sicherheitsproblemen geführt.

Vorbehalte gegen eine Liberalisierung der Verordnung äußerte Winfried Röcker vom Deutschen Motoryachtverband. „Der Vorschlag der Regierungsfraktionen ist unpraktikabel. Wer soll die Länge eines Bootes kontrollieren?“, fragt der Verbandschef im Interview mit der LN. Die bestehende PS-Regelung reiche aus, sie habe sich schließlich 35 Jahre lang bewährt.

Nun wollen wir von Ihnen wissen: Halten Sie die Lockerung der Führerscheinpflicht zur Stärkung des Wassertourismus und für den Bürokratieabbau für sinnvoll – oder sehen Sie die Sicherheit auf den Binnenwasserstraßen gefährdet? Sagen Sie uns Ihre Meinung!

Tags: klimawandel, anpassung, sportboot, führerscheinpflicht, sicherheit, cdu, fdp,

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