Imperial schluckt Lehnkering

  • Von Axel Götze-Rohen
  • 03.10.2011
  • Firmen
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Standpunkt Personalwerbung: Starke Marke, schwacher Auftritt

Die Katze ist aus dem Sack. Lange wurde spekuliert, wer den Logistiker Lehnkering übernehmen wird. Am 30. September hat die südafrikanische Imperial Holding Ltd. die Übernahme bestätigt.

Sollten die Kartellebhörden in Brüssel zustimmen, wird die Imperial Holding Ltd. das Duisburger Traditionsunternehmen Lehnkering komplett übernehmen. Mit dem Kauf will Imperial seine Marktposition in Europa weiter ausbauen. „Insbesondere die hervorgehobene Position Lehnkerings in der Chemielogistik erweitert unser Produktportfolio“, sagte Gerhard Riemann, Executuve Director der Imperial Holdings in Duisburg.

Die Lehnkering-Gruppe macht ihr Geschäft zu 80 Prozent mit Kunden der Chemie-Industrie. Besonders die Geschäftsfelder „Distribution Logistics & Services“, die Lagerung und Distribution chemischer Endprodukte, sowie „Chemical Manufactoring“, die Auftragsfertigung chemischer Wirkstoffe, sind für Imperial interessant.

In der Übernahme durch Imperial sieht Lehnkering für die Zukunft nachhaltige und sichere Perspektiven. Die waren in den letzten Jahren nicht immer gegeben. „Für Kunden und Mitarbeiter bedeutet die Übernahme, dass wir golbal präsent sein werden und ein breiteres Leistungsspektrum anbieten können“, sagte Kees van Gent, CEO der Lehnkering-Gruppe.

Wie auch bei den anderen Firmenkäufen will Imperal die neue Tochter unter dem eigenen Namen weiterführen. Bei Lehnkering arbeiten derzeit etwa 2.700 Menschen. In den Geschäftsfeldern Shipping, Road, Distribution und Chemical Manufactoring erzielt Lehnkering einen operativen Umstz von rund 550 Millionen Euro.

Koordiniert und gesteuert werden soll das neuen Tochterunternehmen von der in Duisburg ansässigen Imperial Logistics International GmbH (ILI). Zur ILI gehören die Imperial Reederei, Panopa, neska und Brouwer Shipping. Die Imperial Holding Ltd. ist in Südafrika börsennotiert und verdient ihr Geld in den Feldern Autohandel- und Vermietung, Toursimus und Logistik. Mit insgesamt rund 40.000 Mitarbeitern erwirtschaftet die Gruppe  etwa 6,8 Milliarden Euro Umsatz. Durch den Zukauf steigt der Umsatz der ILI auf etwa 1,4 Milliarden Euro.

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