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Sinkende Umsätze im Gütertransport – die Unternehmensstatistik der Binnenschifffahrt 2014

Autor: Julia Pedak       Datum: 24.05.2016

Das Statistische Bundesamt hat Ende April die Unternehmensstatistik für das Jahr 2014 bekanntgegeben. Die Daten zeigen eine rückläufige Entwicklung der in Deutschland ansässigen Unternehmen. Wer Binnenschifffahrt gewerblich betreibt oder für werkseigene Zwecke nutzt, ist gesetzlich dazu verpflichtet, an der jährlichen Erhebung teilzunehmen.

Die Zahl der Unternehmen in der gewerblichen Schifffahrt ging 2014 im Vergleich zum Vorjahr von 943 auf 905 zurück. Davon waren 421 Unternehmen in der Trockengüterschifffahrt tätig – 25 weniger als zuvor. Betroffen waren von diesem Rückgang insbesondere Betriebe mit ein bis zwei Mitarbeitern: Ihre Anzahl sank von 171 auf 150. Die Zahl der Unternehmen mit drei bis vier Beschäftigten sank von 176 auf 171.

Weniger Schiffe, mehr Tragleistung

Die Gesamtzahl der Beschäftigten sank 2014 um 590 auf 6.749. Auch die Zahl aller verfügbaren Schiffe war im Vergleich zum Vorjahr mit einer Entwicklung von 1.630 zu 1.588 Fahrzeugen rückläufig. Allerdings nahm im Gegenzug die Tragfähigkeit der Schiffe von 1.866.847 Tonnen auf 2.045.214 Tonnen zu.

In der Trockengüterschifffahrt wurden 2014 mehr Fahrzeuge mit höherer Tonnage verzeichnet. Statt 581 Schiffen mit 800.608 Tonnen Tragkraft im Jahr 2013 stieg deren Anzahl auf 607 Einheiten zu 864.151 Tonnen. Damit wuchs 2014 die Durchschnittstonnage in diesem Sektor von 1.378 auf 1.424 Tonnen.

Umsatzminus in Trocken- und Tankschifffahrt

Trotz dieser Steigerung verzeichnete die Trockengüterschifffahrt ein Umsatzminus von 1,7 Prozent. Wurden 2013 mit eigenen und gemieteten Schiffseinheiten noch 312,6 Millionen Euro Umsatz erzielt, waren es im darauf folgenden Jahr nur noch 307,4 Millionen Euro.

Die Tankschifffahrt zählte 2014 noch 238 Fahrzeuge. Das waren 19 weniger als im Vorjahr. Ihre Tragkraft sank von 462.814 auf 438.816 Tonnen. Für ihren Umsatz ergibt sich mit 237,5 Millionen Euro ein Rückgang von knapp 14 Millionen Euro.

Ausbau der Schub- und Schleppschifffahrt

In der Schub- und Schleppschifffahrt verzeichneten die Statistiker 2014 dagegen 212 Fahrzeuge mit einer Leistung von 118.399 Kilowatt. Dies ist ein Zuwachs von 72 Schiffen und 46.078 Kilowatt. Die Umsätzte aus Schub- und Schleppleistungen für Fremdunternehmen sind dennoch von 66,3 Millionen auf 41,8 Millionen Euro zurückgegangen.

Fahrgastschifffahrt bleibt stabil

Die Personenschifffahrt umfasste unverändert 827 Schiffe mit Kapazitäten für 172.800 Passagiere. Sie konnte 2014 ihren Umsatz von 291,5 Millionen Euro auf 297,9 Millionen Euro steigern.

Über die Ladung gibt eine andere Statistik-Reihe Auskunft: Die ausführliche Güterverkehrsstatistik der Binnenschiffahrt stellt das Statistische Bundesamt online zur Verfügung. Für das Gesamtjahr 2014 hatten die Statistiker einen Anstieg um 0,8 Prozent gemeldet. 2015 gab es dagegen einen Rückgang um 3,1 Prozent zu vermelden.

Tags: statistik, 2014, unternehmen, destatis,

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