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Schiffer lassen AIS-Fördermittel verfallen – Neue Chancen im Ausland

Autor: Nachrichten aus der Binnenschifffahrt       Datum: 19.01.2011

Mit mittlerem Erfolg ist das Förderprogramm der Bundesregierung zur Ausstattung der Binnenschifffahrt mit Inland AIS zu Ende gegangen. Am 13. Januar meldete die projektleitende Wasser- und Schifffahrtsdirektion West (WSD West), dass Förderanträge für fast 1.500 Binnenschiffe gestellt wurden. Ausgereicht hätten die Mittel für rund 2.800 Geräte.

Weil von Beginn der Fördermaßnahme am 1. November 2009 bis Anfang Juni 2010 lediglich 400 Anträge eingegangen waren, sieht die WSD West in dem zum Ende der Antragsfrist am 1. November 2010 erreichten 1.500 geförderten Automatic Identification System (AIS) -Geräten einen großen Erfolg für die Verkehrssicherheit und Leistungsfähigkeit der Wasserstraßen.

Insgesamt standen für die Fördermaßnahme zur Verbesserung der elektronischen Selbstwahrschau 5,88 Millionen Euro aus dem EU-Programm für das transeuropäische Verkehrsnetz (TEN-T) und aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung zur Verfügung. Rechnerisch ermittelt wurden davon etwa 2,73 Millionen Euro nicht abgerufen. Die zweckgebunden Mittel dürften also verfallen. „Bislang sieht es nicht nach einer Neuauflage des Förderprogramms aus,“ bestätigt WSD-Sprecherin Renate Schäfer. „Das Ergebnis ist für uns dennoch erstaunlich erfreulich.“

Warum nicht mehr Schiffer die Förderung in Anspruch genommen haben, ist den meisten Verantwortlichen unverständlich. Zwar kritisieren manche Betroffene die Möglichkeit zur permanenten Überwachung durch Behörden und unbeteiligte Dritte, doch scheint eine AIS-Pflicht auch in Deutschland unausweichlich: Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sowie die Zentralkommission für die Rheinschifffahrt planen eine Einführung im Jahr 2013. In anderen Ländern ist die AIS-Nutzung bereits verbindlich vorgeschrieben oder in Planung. So schreibt der Hafen Antwerpen ab März 2011 die Nutzung von AIS vor.

Chance auf Förderung im Ausland

Wer auch nach Abschluss des Förderprogramms in Deutschland AIS an Bord nutzen will, kann Einbau und Kauf auch im benachbarten Ausland fördern lassen, soweit ein Nachweis über die regelmäßige Nutzung der örtlichen Wasserstraßen erbracht werden kann. Möglich ist das etwa im belgischen Flandern, wo zum Jahresbeginn ein AIS-Förderprogramm für rund 750 Binnenschiffe startete. In Frankreich steht der Start kurz bevor. In den Niederlanden, läuft das zeitgleich mit Deutschland gestartete Förderprogramm noch bis Ende 2012. Dort wurden bislang rund 4.300 AIS-Installationen auf Binnenschiffen gefördert. Auch in Deutschland machten ausländische Schiffseigner von dem Angebot der Förderung Gebrauch: Etwa 86 % der Antragsteller bei der WSD West fahren unter deutscher Flagge.

In Verbindung stehende News:
     Antwerpen aktiviert AIS - 08-03-11 08:45
     Umfragen zur Sicherheit: AIS und Wasserschutzpolizei - 25-02-11 11:32

Links:

    www.binnenvaart.be/nl/steunprogrammas

Tags: Nachrichten aus der Binnenschifffahrt,

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