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Nachgefragt: Wann geht eigentlich der Autosteiger Köln Mülheim in Betrieb?

Autor: Christian Grohmann       Datum: 21.06.2017
Der fast fertige Autosteiger Köln Mülheim am 27. April 2017 mit Wahrschau-Floß davor. Bild: Grohmann
Der fast fertige Autosteiger Köln Mülheim am 27. April 2017...
Die Baustelle ein Jahr zuvor am 21. April 2016. Bilder: Grohmann
...sowie die Baustelle ein Jahr zuvor. Bilder: Grohmann

Von Bord aus gesehen, sieht der Autoabsetzplatz benutzbar aus. Ist er offiziell aber nicht: Noch schwimmt ein gelbes Wahrschau-Floß vor dem massiven Bauwerk an der Mole des Mülheimer Hafens in Köln. Die landseitige Zufahrt versperrt ein Bauzaun. Das ist schon viel zu lange so, ärgern sich manche Binnenschiffer. Bonapart hat beim Wasser- und Schifffahrtsamt Köln nachgefragt, woran es hängt – und wann der Steiger freigegeben wird.

Vollauf zufriedenstellend ist die Antwort nicht: Ein Datum, wann Schiffer Autos auf der Anlage absetzen dürfen, steht noch nicht fest. Es seien noch einige Kleinigkeiten zu ergänzen, um die so genannte Gebrauchstauglichkeit herzustellen. Dabei gehe es in erster Linie um Sicherheitsaspekte, hieß es aus dem Amt. Das betreffe zum Beispiel die Geländer, an denen noch eine Umrüstung vorgenommen werden müsse. In Deutschland gelten strenge Auflagen an Sicherheit und Statik.

Bautechnisch noch nicht fertiggestellt

Einige Punkte der Liste seien aber bereits abgearbeitet worden, die letzten Maßnahmen befinden sich bereits in der Abstimmung mit dem zuständigen Personal. Wenn alles gut gehe, könne eine Freigabe noch in diesem Jahr erfolgen. Die fast fertige Baustelle schränke die Nutzbarkeit des bundeseigenen Schutzhafens jedoch nicht ein. Der Steiger sei ein Zusatzangebot.

Das Bauwerk erfüllt eine Doppelfunktion: Es dient Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen als Wendeplatz. Diesen darf die Schifffahrt auch für den Schichtwechsel nutzen. Autoabsetzplätze gelten bei den Schiffern besonders auf der deutschen Rheinstrecke als Mangelware, weshalb die Verzögerung im Hafen Mülheim immer wieder auf Unverständnis stößt.

Tags: köln, mülheim, autosteiger, autoabsetzplatz, wsa,

3 Antworten zu

  1. Matthias Haak :
    Moin zusammen,Autoabsetzplätze sind nicht nur Mangelware, sondern im Rheinstromgebiet im allgemeinen nur schlecht nutzbar.Köln-Süd, Emmerich Mainz oder auch Wesel sind bestenfalls Notlösungen und haben mit sicheren und gut nutzbaren Anlagen wie vor allem in den Niederlanden, kaum etwas gemein.Es handelt sich- aus meiner Sicht - praktisch um Alibianlagen die zwar irgendwie funktionieren den Verantwortlichen leider aber nur ein ruhiges Gewissen verschaffen.Wenn man Betreiber eines Koppelverbandes ist, mutieren diese Anlagen fast schon in Richtung schlechter Scherz.Wenn ich weiterhin die Bedingungen an Ladestellen wie in Karlsruhe betrachte - zusammen gerutschte Böschungen - wird überall wo der Staat zuständig ist, mehr oder weniger mit zweierlei Mass gemessen. Im Kontext dazu möchte ich lediglich erwähnen, dass wir bei der Zulassung unseres Schubverbandes, die Lichtdurchlässigkeit der Fensterscheiben im Steuerhaus nachweisen mussten. Dazu gab es damals noch nicht einmal ein für die Hersteller nachvollziehbares Messverfahren. Diese Probleme muss man dann ad hoc lösen.Jetzt werden Jahre benötigt um ein paar Sicherheitsdetails zu erfüllen. Es ist einfach lächerlich, dies als Grund zu nennen.Die Schifffahrt wird immer weniger geschätzt.Insgesamt passt es ins Bild. Der Berufsstand verkommt weiter und leider nicht nur im Bereich der Autosteiger.Ich habe meinem Sohn empfohlen nicht in meine Fußstapfen zu treten. Ich bedaure dies sehr. Er wäre in unserem Betrieb die nachweisbar sechste Generation geworden.Mit freundlichen GrüssenMatthias Haak"KVB Hanseatic"
  2. Christian Grohmann :
    Hallo Herr Haak, vielen Dank für Ihre Einschätzung, auch wenn diese nicht gerade aufbauend ist. Ich fürchte fast, Autosteiger und Fenstergläser sind nicht der einzige Grund, warum Sie Ihrem Sohn von der Berufswahl Binnenschiffer abraten. Beste Grüße - Christian Grohmann
  3. Matthias Haak :
    Dem ist leider so.Ich würde gern etwas positiver berichten.- Matthias Haak -

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