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Bertgen nimmt GTL-Kraftstoff in Portfolio auf

Autor: Christian Grohmann       Datum: 23.03.2018
Ein Lastwagen von Bertgen Energiehandel bebunkert ein Gütermotorschiff. Bild: Bertgen
Bunkern mit dem Tankwagen. Bild: Bertgen

Bereits in 2017 hat die Firma Bertgen Energiehandel testweise Gas-to-Liquid-Kraftstoff (GTL) mit ihren Tankwagen an Schifffahrtstreibende ausgeliefert. Nun hat sich das Unternehmen entschlossen, den schadstoffarm verbrennenden, synthetischen Dieselkraftstoff an seinem Stammsitz in Müden an der Mosel zu bevorraten.

Laut Kundenrundschreiben vom 20. März können Partien von 500 bis 33.000 Liter geliefert werden. Gegenüber Bonapart teilte das Unternehmen auf Anfrage ebenfalls mit, dass der Aufpreis zu dem weiterhin angebotenen Gasöl etwa 7 Cent pro Liter betrage. Bertgen liefert hauptsächlich an Mosel, Saar und Mittelrhein sowie an den Main zwischen Mündung und Hanau.

Umweltschonender Kraftstoff

GTL Fuel Marine wird aus Erdgas gewonnen und ist praktisch schwefel- sowie aromatenfrei. Der seit 1970 von Shell entwickelte und seit wenigen Jahren in der Binnenschifffahrt vertriebene Kraftstoff bietet eine Reihe von Umweltvorteilen gegenüber dem Gasöl auf Mineralölbasis, dessen Schwefelanteil 2011 per Gesetz auf maximal 10 parts per million (ppm) reduziert wurde. Die sauberere Verbrennung von GTL wirkt sich positiv sowohl auf die Emissionen als auch auf den Motor aus.

GTL kann ohne Modifikationen in vorhandenen Dieselfahrzeugen verwendet und anderem Dieselkraftstoff beigemischt werden. Diverse Personen- und Güterschifffahrtsbetriebe setzen den Kraftstoff bereits ein. Seit 2016 gehören etwa die Familie Scheubner mit dem Ausstellungsschiff „Jenny“ (MS Wissenschaft) sowie ein Teil der französischen Scylla-Flotte zu den Nutzern. Weitere GTL-Lieferanten für die Binnenschifffahrt sind in Hamburg und Berlin zu finden.

Tags: gtl, umwelt, bertgen, mosel, gas to liquid, Nachrichten aus der Binnenschifffahrt,

Eine Antwort zu

  1. SK Schiffsvermittlung http://www.schiffe-kaufen.de:
    Insgesamt eine tolle Alternative von der alle profitieren können. Lediglich der etwas teurere Preis steht dem Erfolg noch etwas im Wege. Wenn allerdings deutlich mehr Schiffsbetreiber auf diesen Treibstoff setzen würden, dann hätte das sicherlich eine Preissenkung zur Folge. Nicht nur die Umwelt profitiert von schadstoffärmeren Emissionen, sondern auch die Bewohner in der Nähe von Häfen, Schiffsbesatzung und Fahrgäste bei Passagierschiffen. Auch wenn noch viele "Umweltsünder" unterwegs sind, ist das zumindest eine positive Entwicklung.

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