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Aufgeschobenes Eis beschädigt Motorboot – 200 Euro Bußgeld für Binnenschiffer

Autor: Christian Grohmann       Datum: 26.01.2012

Eigentlich hatte der Eigner sein Gütermotorschiff Mitte Januar 2009 lediglich eisfrei halten und die Laderampe im Nürnberger Hafen frei machen wollen. Doch das beim Rangieren aufgeschobene Eis beschädigte ein Boot der Wasserschutzpolizei. Wie die Nürnberger Zeitung am 18. Januar meldete, muss der Binnenschiffer nun 200 Euro bezahlen. Sein Anwalt denkt nun an eine Rechtsbeschwerde.

Ursprünglich habe das Schifffahrtsgericht Nürnberg im November 2009 ein Bußgeld in Höhe von 1.000 Euro gegen den Schiffseigner verhängt. Auf dessen Einspruch habe der neue Richter nun wegen der „etwas unglücklichen Situation“ mit einem milderen Urteil reagiert, so das Blatt: Schließlich sei der Eigner der Aufforderung des Hafenbetreibers gefolgt, sein Schiff eisfrei zu halten. Er habe lediglich versäumt, wie zuvor vereinbart die Wasserschutzpolizei anzurufen.

Weil die Ordnungshüter jedoch die ordnungsgemäße Bewachung ihres Bootshaus versäumt hätten, prüfe Rechtsanwalt Fink von Waldstein nun die Option einer Rechtsbeschwerde. Seine damalige Strafanzeige gegen die Behörde sei unbearbeitet geblieben, man habe die zivilrechtlichen Ansprüche gegenüber seinem Mandanten verjähren lassen. Dies zeige eine gewisse Einsicht, so der Anwalt gegenüber der Nürnberger Zeitung. Der Schaden an dem Aluminium-Boot beläuft sich laut Zeitungsangaben auf rund 15.000 Euro.

Tags: hafenordnung, bayerisches wassergesetz, bußgeld, polizei, richterspruch,

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