Auch die Tankschifffahrt ist derzeit nicht auf Rosen gebettet. Auch in diesem Segment der europäischen Binnenschiffahrt macht Überkapazität die Geschäfte schwierig. Aus Holland (woher sonst) kommt jetzt ein neuer Lösungsvorschlag. Henk Boender, Eigner des TMS Anna Soraya schlägt vor, für die (gemäß der EBIS-Datenbank) noch ca. 350 fahrenden Einhüllentanker (EHT) einen Abwrackfonds einzurichten. Aus diesem sollen den Eignern von EHT 150 € pro Tonne Tragfähigkeit gezahlt werden. Finanziert werden soll der Fonds zu 3/4 durch eine Abwrackprämie von € 25 p.t., die durch alle Eigner von EHT UND Doppelhüllentankern (DHT) aufgebracht werden müsste. Der Fehlbetrag von ca. 20 Mio. € soll nach Boenders Vorstellungen aus dem Alt-für-Neu-Fons kommen.
Der Vorschlag klingt interessant, hat aber einen Haken: das europäische Wettbewerbsrecht. Danach sind kapazitätsbeschränkende Maßnahmen nicht zugelassen. Bisher ist nur die so genannte Alt-für-Neu-Regelung wettbewerbsrechtlich erlaubt.
Samstag, 01-05-10 13:24
Sehr geehrter Leser,
sehr geehrter Herr Radi,
ich bin leicht verwirrt.
Was ich sehr gerne tun würde, wäre mein Schiff abzuwracken und aus dem Gewerbe aussteigen. Wenn der Gesetzgeber eine schwere Marktstörung attestiert, wäre das für uns alle mit Vorteilen verbunden.
Zitat aus den Maßnahmen für die Binnenschifffahrtsflotten der EU, Informationen zur Kapazitätsregelung. Stand 2007.
Schwere Marktstörung
Dies ist das Auftreten von Problemen, die zu einem deutlichen Angebotsüberhang an Frachtraum führen und das Überleben zahlreicher Schifffahrtsunternehmen gefährden können. Diesfalls könnte die Kommission auf Antrag eines Mitgliedstaats die „Alt-für-Neu-Regelung" wieder in Kraft setzen. Ergänzend könnten z.B. Abwrackprämien für Schiffe der aktiven Flotte vergeben werden.
Sehr geehrter Herr Radi,
ich denke, das ist es was Sie wollen.
Allerdings muss ich Ihnen Recht geben, der Gesetzgeber muss dafür Vorsorge treffen, dass unter keinen Umständen das Geld auf anderen Wegen wieder in Frahtraum investiert wird.
Kohle nur für Hochöfen!!!
Gruß Mario
Dienstag, 27-04-10 16:51
Selbstverständlich kann man ein Einhüllentanker verkaufen, aber wenn Sie Herr Mario Dewald Ihren Tanker verkaufen und dann ein neuses Schiff bauen lassen,dann haben Sie selber zur Überkapazität in der Tankschiffahrt beigetragen.Alle die Ihre Einhüllentankschiffe verkauft haben staat sie abzuwracken sollte jetzt, nicht noch jammern wegen der vorhandende Tankraumüberkapzität,die es Sie selber verursacht haben.
Die Umstellung vom Einhüllentankschiff zum Doppelhüllentankschiff war richtig und ist auch heute noch richtig.Die Umstellung ist für mich keine schwere Markstörung,sondern eine langüberfällige Wichtigkeit für die gesamte Binnenschiffahrt.
Montag, 26-04-10 09:03
Ganz so einfach ist es nicht.
Die Flotte soll modernisiert werden. Das wünscht sich sowohl der Gesetzgeber, als auch der Großteil der Mineralölerzeugenden Firmen, die, btw, dieses Ihren Kunden jetzt schon in blumigen Werbespots versprechen.
Daher haben viele Schiffseigner ihre alten Schiffe zu durchschnittlichem Kurs verkauft solange dies noch möglich war. Nun haben aber eben jene großen Unternehmen beschlossen, das Sie nur noch die Doppelhülle zulassen. Der Gesetzgeber schließt sich dieser Auffassung an und macht die Doppelhülle zur Vorschrift. Damit verlieren alle Einhüllenschiffe dramatisch an Wert. Hier könnte man von einer schweren Marktstörung sprechen. Und dies bedeutet, das es zur Öffnung des Awrackfonds kommen müsste, in den viele Unternehmen jahrzehntelang einbezahlt haben. Scheinbar ist jedoch hier kein Wille oder keine Möglichkeit, von Seiten des Staates Wort zu halten. Dies kann unterschiedliche Gründe haben.
Wieso sollte ich ein Schiff abwracken, wenn ich es auch verkaufen kann? Zudem, wenn es mein Schiff ist und nicht das Schiff der Bank.
Freitag, 16-04-10 20:34
Die Überkapazität in der deutschen Tankschiffahrt ist doch Hausgemacht.Viele Einhüllentankschiffeigner haben Ihre Schiffe verkauft um dann neue Doppelhülleschiffe bauen zulassen.Dadurch wurde die Überkapazität geschaffen. Wieso habe die Eigner die Einhüllenschiffe nicht abgewrackt?
Mit der Alt-für-Neu-Regelung wäre die derzeitige Überkapazität garnicht entstanden.
Jetzt soll wieder Einmal, auf Kosten Anderen alles geregelt werden.











Arne Gehlhaar (RISING Pro
Weitere Informationen zu dem Projekt RISING finden Sie unter http://www.rising.eu/
M. Olislagers
Ich bin Belg und circa 20% von der schiffen kommen aus Belgien und wir sind jetz mit mehr dann 42000...
rijnvaarder
Dit is het beste plan wat ons kan overkomen! 1,de banken zijn inmiddels over!2,de schipper maakt een...
subaru rijder
Mehrere Bänken sind interessiert,Die Finanzierung ist gut abgedeckt. Und mit 50 Cent pro tonne, kann...
C.de Vette
Weiteres auf eubo.nl Es steht auch offen fuer Deutsche Partikulieren die diese Frachten leid sind.